Bärner Fasnacht 2026
- Daniel Kneubühl

- vor 15 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Ich stand in der Berner Altstadt, in der Kramgasse, die Q3 43 in der Hand, und wusste schon beim ersten dumpfen Trommelschlag: Das wird mein Abend. Trockenes Wetter, kühle Luft und doch nicht zu kalt, dieses leichte Flimmern in der Stadt, wenn sich Vorfreude und Musik mischen. Besser geht es kaum.
Ich schlenderte durch die Gerechtigkeitsgasse, liess mich treiben. Keine Hektik. Einfach hören, schauen, warten. Wenn eine Gugge loslegte, vibrierte der Boden unter den Füssen. Messing glänzte im Licht der Schaufenster. Farben explodierten in Gesichtern. Und ich mittendrin.
Hohe ISO? Ja. Aber ganz ehrlich: Ich vertraut meiner Leica. Die Q3 kann das. Dieses feine Korn in der Dunkelheit hat Charakter. Es gehört dazu. Und mit 60 Megapixeln ist Croppen keine Notmassnahme, sondern ein kreatives Werkzeug. Ich konnte Distanz wahren und trotzdem ganz nah dran sein: Hände am Ventil. Spannung in den Backen. Konzentrierte Augen unter wilder Schminke.
Das ist für mich Freiheit.
Ich merkte wieder, warum ich Fasnacht so liebe. Diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und purem Spass. Musiker, die alles geben. Fröhliche Gesichter, die trotz Kälte strahlen. Hinter jeder Maske ein Mensch, der diesen Moment lebt.
Und ich? Ich stand da, lauschte, atmete, drückte im richtigen Augenblick ab. Kein Auftrag. Kein Druck. Kein Müssen. Einfach fotografieren. Nur ich und meine Leica an der Bärner Fasnacht.
Genau solche Abende meine ich, wenn ich sage: Das ist nicht einfach Fotografieren. Das ist Leben.










