Zwischen Sri Lanka und der Weite des Indischen Ozeans
- Daniel Kneubühl

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Lotus Tower
Als wir gestern Abend aus dem Hafen hinausfuhren, leuchtete der Lotus Tower über der Stadt. Mal violett. Mal blau. Dann wieder grün oder rot. Fast wirkte es, als würde sich Colombo mit einem stillen Lichterspiel verabschieden.
Der 350 Meter hohe Turm ist heute das moderne Wahrzeichen der Stadt und erinnert mit seiner Form tatsächlich an eine Lotusblüte – ein wichtiges Symbol in der buddhistischen Kultur Sri Lankas. Zwischen den warmen Lichtern der Stadt und der dunklen Weite des Meeres entstand dieser besondere Moment des Abschieds.
Ich stand an Deck und schaute zurück. Auf eine Insel voller Farben, Düfte, TukTuks, Tempel, Elefanten und herzlicher Menschen.
Sri Lanka hat Spuren hinterlassen.
Ein Seetag voller Ruhe, Gedanken und Dankbarkeit
Wir lassen nun also Sri Lanka langsam hinter uns. Ceylon – so hiess das Land tatsächlich bis 1972 – klingt bis heute nach Teeplantagen, Gewürzen und einer fast poetischen Exotik. Und genau so werde ich dieses Land auch in Erinnerung behalten. Farbenfroh, herzlich, intensiv und voller Leben. Sri Lanka hat mich berührt. Vielleicht gerade deshalb, weil hier vieles noch ursprünglich wirkt. Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Sondern echt.


Nun liegt wieder nur Meer vor uns. Endlose Weite. Tiefblau am Horizont. Und dieses beruhigende Gefühl, dass es im Moment nichts gibt, das dringend wäre. Kein Termin. Kein Müssen. Nur das leise Vorwärtsgleiten unseres Schiffes durch den Indischen Ozean.
Ein Seetag hat auf einer Reise wie dieser etwas Besonderes. Er entschleunigt nicht einfach – er verändert den Rhythmus. Der Tag beginnt langsam. Vielleicht mit einem Kaffee auf der Terrasse des Terrace Café und dem Blick hinaus aufs offene Meer. Danach eine Runde Walken an Deck. Der Wind. Das Rauschen des Wassers. Der salzige Duft der See. Und immer wieder dieser Blick in die Ferne, bei dem die Gedanken anfangen zu wandern.
Terrace Café
Später ein entspannter Lunch im Terrace Café. Menschen aus aller Welt. Gespräche. Lachen. Und doch wirkt alles ruhig. Niemand hat es eilig.
Am Nachmittag dann der Pool. Ein Liegestuhl am Schatten. Die Augen halb geschlossen. Ein Buch vielleicht. Oder einfach gar nichts. Einfach nur sein. Genau das geniessen wir hier gerade sehr bewusst.
Tea Time
Und später die Tea Time im Horizons. Mit Blick nach draussen, wo Meer und Himmel langsam ineinander übergehen. Dazu leise Musik, das Klirren von Tassen und dieses angenehme Gefühl tiefer Zufriedenheit.
Vielleicht ist genau das Luxus. Nicht Prunk. Nicht Überfluss. Sondern Zeit. Ruhe. Gedankenfreiheit.
Einfach einmal ohne Uhr leben. Ohne Nachrichten. Und vor allem ohne die negativen Schlagzeilen dieser Welt. Stattdessen dankbar sein für diesen Moment mitten auf dem Meer.
Und irgendwo da vorne warten bereits die Malediven. Mein sechzigster Geburtstag. Ein weiterer besonderer Abschnitt dieser Reise.
Die heutigen Bilder sind übrigens ganz bewusst nicht mit der Leica entstanden, sondern mit dem iPhone 16 Pro Max. Manchmal ist genau diese Einfachheit unterwegs perfekt, um Momente spontan und leicht festzuhalten – direkt aus dem Augenblick heraus.
… und die Reise geht leise weiter … 🛳️ … zu den Malediven








































